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Aktuelles

27. Mai 2022

Entscheidung bei den Frauen, zwei fürhere Rekordmeister aus München Gegner der OSG in der Schachbundesliga

Während die Meisterschaft in der Frauenbundeliga Schach mit Ablauf dieses Wochenendes entschieden sein wird – und man hofft an der Oos, dass die OSG-Frauen, allein an der Tabellenspitze liegend, die Nase vorn behalten und nach zweijähriger Durststrecke den insgesamt zwölften Meistertitel erobern werden – sind in der Schachbundesliga noch sieben Runden zu absolvieren. Dabei darf die OSG zum letzten Mal in dieser Saison wieder zuhause im Kulturhaus LA8 antreten. Auf dem Programm steht eine schachhistorische Kuriosität: drei Rekordmeister treffen aufeinander. Der amtierende fünfzehnfache Meister OSG Baden Baden hat es am 28.5. (ab 14.00 Uhr) mit dem neunfachen Meister der achtziger und neunziger Jahre zu tun, dem FC Bayern München, also dem Dominator der Schachbundesliga-Gründerzeit und am 29.5. (ab 10.00Uhr) mit dem Bundesliga-Aufsteiger und achtfachen deutschen Meister der fünfziger und frühen sechziger Jahre, also der Vor-Bundesliga-Zeit, dem Münchener Schachclub 1836. Zwar führen nostalgische Rückblicke zu keiner Entscheidung im Hier und Jetzt, die Spannung des Kräftemessens vor diesem Hintergrund dürfte jedoch ihren besonderen Reiz haben. Ein neues Selbstbewusstsein im Schach-München ist jedenfalls unverkennbar. Beide Vereine möchten sich in der ersten Tabellenhälfte, möglichst nahe an der Spitze, konsolidieren, der FC Bayern dabei sein Image als „Fahrstuhlmannschaft“ der letzten Jahre hinter sich lassen und der Schachclub 1836, der drittälteste Schachverein Deutschlands, eine feste Größe im Oberhaus werden. Und für die OSG geht es darum, unbedingt im Kopf-an-Kopf-Rennen an der Spitze weiter mitzuhalten. Um der geballten Münchener Power Paroli zu bieten, hat Mannschaftsführer Sven Noppes, ohne Namen zu nennen, die bisher nominell stärkste Mannschaftsaufstellung dieser Saison angekündigt. Punktgleich mit dem Spitzenreiter Viernheim liegt die OSG, nur durch einen geringfügigen Rückstand an Brettpunkten getrennt, auf Platz zwei. Und wie bei den Frauen ist es das erklärte Ziel, am Ende den Meisterschaftspokal wieder in Händen zu halten.

Zuschauer sind in der LA8 willkommen, der Eintritt ist frei, und außerdem werden die Partien der Schachbundesliga live auf chess24.com übertragen, die der Frauenbundeliga Schach auf https://sk-lehrte.de.

Walter Siemon


17. Mai 2022

OSG Baden-Baden an der Tabellenspitze wieder abgelöst.

Schachbundesliga:

Zwei klare Siege hat die OSG Baden-Baden am vergangenen Wochenende eingefahren: 5:3 gegen den USV TU Dresden und 6,5:1,5 gegen den BCA Augsburg – und dennoch: Der SC Viernheim hat nach Brettpunkten wieder knapp die Nase vorne, gelang den Südhessen das hohe Ergebnis von 6,5:1,5 doch gleich zwei Mal, gegen die Schachfreunde Berlin und gegen den SK König Tegel. Das Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Viernheim und Baden-Baden, die nach Mannschaftspunkten gleichauf die Tabellenplätze eins und zwei belegen, geht also weiter, dicht gefolgt von Alt-Rekordmeister SG Solingen, nur einen Punkt dahinter. Unter der Voraussetzung, dass sich keiner der drei führenden Rivalen in den kommenden Runden irgendwelche Ausrutscher leistet, läuft es beim  diesjährigen Kampf um die deutsche Meisterschaft wohl auf einen echten Showdown hinaus: das direkte Aufeinandertreffen von Titelverteidiger und Rekordmeister Baden-Baden mit Viernheim und Solingen bei den letzten beiden Begegnungen dieser Saison, in der zentralen Endrunde, die am 9. Und 10. Juli in Bremen stattfinden wird.  

Gegenüber den letzten Spielen personell durch die Rückkehr von Arkadij Naiditsch und Etienne Bacrot etwas verstärkt, hielten sich die Ergebnisse der OSG gegen Dresden und Augsburg in erwartbarem Rahmen, wenn auch am einen oder anderen Brett mit etwas Glück, wenn etwa der Außenseiter in der gegnerischen Mannschaft gegenüber dem Favoriten am Baden-Badener Brett zu viel Respekt zeigte und Vorteile nicht nutzen konnte. Als großer Rückhalt erweist sich, abwechselnd an Brett eins oder zwei antretend, Rustam Kasimdzhanov, der an den Spitzenbrettern aus den letzten 5 Runden 4,5 Punkte an die Oos holte. Sein Sieg gegen Dresden war klar und überzeugend, gegen Augsburg hatte er das Glück des Tüchtigen, als sein Gegenüber in etwa ausgeglichener Stellung einen dicken Bock schoss. Überlegen herausgespielte Punkte holten gegen Dresden auch Georg Meier und Sergei Movsesian an den Positionen sieben und acht, während sich Francisco Vallejo Pons an Brett eins sowie Arkadij Naiditsch, Jan Gustafsson und Etienne Bacrot mit ihren Gegnern die Punkte teilten. Allein Alexander Donchenko verlor in einem haltbaren Endspiel an Brett drei plötzlich den Faden und musste passen. Dafür hielt er in einem erstaunlichen Abwehrkampf in einer eigentlich hoffnungslosen Partie gegen Augsburg das Remis. Neben Kasimdzhanov an Position zwei erwiesen sich die letzten vier Bretter gegen Augsburg als wahres Bollwerk: Jan Gustafsson, Etienne Bacrot, Georg Meier und erneut Sergei Movsesian holten jeweils den vollen Punkt für Baden-Baden. Francisco Vallejo Pons erfüllte nicht ganz seine Favoritenrolle, aber sein halber Zähler hielt, zusammen mit dem Unentschieden von Arkadij Naiditsch, das hohe Endergebnis.

Rückhalt an den Spitzenbrettern: Rustam Kasimdzhanov (Foto: Walter Siemon)

Walter Siemon


13. Mai 2022

Halbzeit in der Schachbundesliga

Eine Zwischenbilanz für die OSG Baden-Baden vor den Runden sieben und acht der Schachbundesliga an diesem Wochenende: Die Ausgangslage für die fünfte deutsche Meisterschaft in Folge ist gut, ein Selbstläufer ist es nicht. Der aktuell knappe Vorsprung des Titelverteidigers OSG Baden-Baden vor dem SC Viernheim lässt sich nur in einer ausgetüftelten Feinwertung darstellen. Das bedeutet in der Praxis: Zur Halbzeit dieser Saison ist alles noch offen. Baden-Baden und Viernheim belegen mit derselben Zahl von Mannschafts – und Brettpunkten die Plätze ein und zwei der Tabelle, dicht gefolgt von der Vorgängerin der OSG Baden-Baden als Rekordmeister, der SG Solingen, und den Schachfreunden Deizisau, ihres Zeichens Vizemeister und damit naturgemäß heiß auf mehr. Das gilt ebenso für die Viernheimer, die aus ihrer Sicht endlich mal „dran“ sind und, natürlich ganz besonders, für die Solinger Schachgesellschaft, zuletzt Titelträger in der Saison 2015/2016, der man getrost das Gefühl unterstellen darf, dass sie endlich mal wieder „dran“ ist. Die scharfe Klinge, die die Großmeister dieses Vereins zurzeit führen, drückt sich in einem komfortablen Vorsprung von Brettpunkten vor allen anderen Bundesligaclubs aus. Das könnte in der Endabrechnung den Ausschlag geben.

In Deizisau möchten und müssen die Meisterspieler der OSG-Baden-Baden den Platz an der Sonne auch gegen gegen den USV TU Dresden (Samstag ab 14.00 Uhr) und den BCA Augsburg (Sonntag ab 10.00 Uhr) behaupten und, wenn möglich, ausbauen. Beide Gegner hatte die OSG in den vergangenen Jahren jeweils gut im Griff, aber das ist „Schnee von gestern“ und erhöht höchstens den Druck auf den Kurstadtverein, die leichte Favoritenrolle zu bestätigen.

Alle Spiele werden live auf schachbundesliga.de bzw. chess24.com übertragen.

Walter Siemon


1. Mai 2022

Erfolgreiches Wochenende für die OSG Baden-Baden

Auch wenn die OSG umständehalber zurzeit keine „Weltauswahl“ aufbieten kann, wie das Team in der Schachbundesliga gelegentlich tituliert wurde, wenn alle Spitzenspieler zur Verfügung standen – die Personaldecke reicht zum Glück für die OSG allemal aus, um wieder beim Kampf um die Spitze mitzureden. So auch vergangenes Wochenende. Es galt nicht nur zwei Runden siegreich zu bestehen, sondern eineinhalb Brettpunkte mehr zu erzielen, als der aktuelle Spitzenreiter SC Viernheim, um vom zweiten zum ersten Tabellenplatz nach Mannschafts- und Brettpunkten aufzuschließen. Genau das ist mit einem 5:3 gegen die Schachfreunde Berlin und einem hohen 6:2-Erfolg gegen König Tegel gelungen, ja, sogar noch ein Tick mehr: Bei einem derartigen Punktegleichstand greift eine Feinwertung, die mit hauchdünnem Vorsprung den Titelverteidiger und Rekordmeister OSG wieder an die Spitze gebracht hat. Allerdings ist es nur eine Momentaufnahme. Baden-Baden hatte die etwas leichteren Gegner als der SC Viernheim. Nach Leistungskennzahlen (ELO-Durchschnitt) sogar höherkarätig besetzt als Baden-Baden, hatte Viernheim mit dem Hamburger SK und dem SK Doppelbauer Turm Kiel für dieses Mal die etwas härteren Nüsse zu knacken und ließ Brettpunkte liegen. Überhaupt lief es gut für den Verein an der Oos: Mitverfolger Deizisau kam, obwohl nahezu in Bestbesetzung angetreten, über ein unerwartetes 4:4 Unentschieden gegen die auf dem Papier nicht ganz so hoch einzuschätzenden Schachfreunde Berlin nicht hinaus und hat jetzt zwei Mannschaftspunkte Rückstand. Wieder deutlich erstarkt liegt jedoch Ex-Rekordmeister Solingen auf der Lauer, nur einen Mannschaftspunkt hinter der Spitze, aber nach „Torverhältnis“, also Brettpunkten, mit deutlichem Vorsprung vor allen anderen Vereinen.

Zurück zum aktuellen Spitzenreiter: Gegen die Schachfreunde Berlin siegte am zweiten Brett der frühere FIDE-Weltmeister Rustam Kasimdzhanov für die OSG mit einer eleganten Kombination, die den Gegner dafür bestrafte, dass er seinen König nicht durch eine Rochade in Sicherheit gebracht hatte.

An Brett drei gewann Alexander Donchenko einen Bauern und in der Folge die Partie, Sergei Movsesian schaffte es, einen Freibauern unaufhaltsam voranzutreiben und seinen Widerpart damit zur Aufgabe zu zwingen. Radolaw Wojtaszek am Spitzenbrett sowie Jan Gustafsson, Georg Meier und Fabian Döttling an den Positionen vier, fünf und sieben schlossen mit ihren Gegnern einen respektvollen Remis-Frieden; allein der jugendliche Internationale Meister Julian Martin hatte sich am letzten Brett verkombiniert und musste in einem hoffnungslosen Endspiel aufgeben. Mit überzeugendem Druckspiel und einer umsichtigen Gewinnführung konnte er am Folgetag gegen den SK König Tegel die Scharte auswetzen. Donchenko und Movsesian holten jeweils den zweiten vollen Punkt für die OSG. „Radek“ an Brett eins drang mit seinen Figuren tief ins gegnerische Lager ein und ließ seinem Gegner keine Chance. Rustam Kasimdzhanov war diesmal mit einem Remis einverstanden, ebenso wieder Jan Gustafsson, Georg Meier und Fabian Döttling.

Weiter geht es mit der Schachbundesliga bereits in vierzehn Tagen. Die Gegner der OSG Baden-Baden werden Dresden und Augsburg sein.

Zweifach erfolgreich: Sergei Movsesian
Zweifach erfolgreich: Alexander Donchenko

Text und Fotos: Walter Siemon


28. April 2022

OSG Baden-Baden mit Heimrecht

Im Kulturhaus LA8 geht für die OSG Baden-Baden der Kampf um die Spitze in der Schachbundesliga weiter. Die Runden fünf und sechs von insgesamt fünfzehn Runden stehen an. Eineinhalb Brettpunkte müssen gut gemacht werden, um zum SC Viernheim an der Tabellenspitze aufzuschließen. Nach Mannschaftpunkten belegen beide Teams gleichauf die Plätze eins und zwei. Die Chancen für den Rekordmeister an der Oos stehen nicht schlecht, hat man doch mit den beiden Berliner Vereinen SF Berlin, aktueller Tabellenplatz 8 (Samstag14.00 Uhr) und SK König Tegel, Tabellenplatz 14,  (Sonntag10.00 Uhr), zumindest auf dem Papier, die etwas niedrigeren Hürden zu bewältigen als Rivale Viernheim mit den Gegnern Hamburger SK (Tabellenplatz 6) und SK Doppelbauer Turm Kiel (Platz 4). Da die die weltweiten Turnieraktivitäten im Schach unter Beteiligung zahlreicher Spitzenspieler mit den Lockerungen der Coronaauflagen zugenommen haben, hat sich auch das Rätselraten um die Mannschaftsaufstellungen in der Schachbundesliga verschärft. Es wird in allen Begegnungen wieder vermehrt darauf ankommen, welche Kräfte den jeweiligen Mannschaftsführern zur Verfügung stehen werden.

Auf chess24.com wird man bei den Liveübertragungen der Partien die Namen sehen.

Im Kulturhaus LA8 sind Zuschauer sind willkommen, der Eintritt ist frei.

Walter Siemon


10. April 2022

Siege für beide OSG-Teams

Josefine Heinemann (Foto Thilo Gubler)

Die Frauen der OSG Baden-Baden hatten in der Frauenbundesliga Schach – weil mit ihren Spielen kurz vor den Männern in der Schachbundesliga  fertig geworden – mit zwei Siegen schon mal vorgelegt: Jeweils 4,5:1,5 hieß es vergangenes Wochenende in den Runden sieben und acht gegen den SV Weißblau Allianz Leipzig und die SG 1871 Löberitz. Damit behauptet der Kurstadtverein mit zwei Punkten Vorsprung die Tabellenspitze vor den Schachfreunden Deizisau. Gegen Leipzig siegten Antoaneta Stefanova, Josefine Heinemann und Iamze Tammert, gegen den Traditionsverein aus Sachsen-Anhalt Ketevan Arakhamia-Grant und wieder Josefine Heinemann und Iamze Tammert. Antoaneta Stefanova und Ketevan Arakhamia-Grant erzielten außerdem noch jeweils ein Unentschieden, während Elisabeth Pähtz und Ketino Kachiani-Gersinska in jeder der beiden Runden einen halben Punkt erspielten. Einen geradezu sensationellen Score hat Josefine Heinemann vorzuweisen: In insgesamt 28 über mehrere Spielzeiten hinweg für die OSG gespielten Partien hat sie 26,5 Punkte geholt, davon 100%, nämlich 10 aus 10 in der letzten und dieser Saison. Ausgesprochen erfolgreich erwies sie sich auch in dieser Saison in der Schachbundesliga, wo sie es für den SC Viernheim nur mit männlichen Gegnern zu tun hatte. Zwei Punkte aus zwei gespielten Parten sind auch hier ihre eindrucksvolle Ausbeute. Damit hat sie ihren Beitrag dazu geleistet, dass beide Teams, in denen sie eingesetzt wurde, ihre jeweilige Tabelle anführen, das OSG-Frauensextett und der SC Viernheim, letzterer allerdings dicht gefolgt von der punktgleichen und nur nach Brettpunkten eineinhalb Zähler zurückliegenden OSG Baden-Baden. Der Rekordmeister hat sich damit vom sechsten auf den zweiten Rang hinter Viernheim vorgearbeitet. Nach Kantersiegen gegen den Aachener SV (7:1) und gegen Liga-Neuling Düsseldorfer SK (6,5:1,5) hatte man praktisch das annähernd geplante Soll erfüllt. Rustam Kazimdzhanov, Arkadij Naiditsch, Jan Gustafsson, Etienne Bacrot und Fabian Döttling punkteten an beiden Tagen voll, Maxime Vachier-Lagrave an Brett eins sowie Georg Meier an Position sieben steuerten jeweils einen Sieg und ein Unentschieden bei, Michael Adams remisierte am zweiten Brett beide Partien. Wie bei den Frauen, deren Teamchef Thilo Gubler gute Chancen auf einen weiteren Titelgewinn erkennt, ging auch in der Schachbundesliga am zurückliegenden Wochenende kein Brett verloren

Walter Siemon


7. April 2022

Volles Bundesliga-Wochenende

Für den Schachfan steht das Wochenende ganz im Zeichen der Bundeligen.

Fangen wir mit der Frauenbundesliga  an: Das Team der OSG Baden-Baden hat Heimrecht und tritt am Samstag ab 14.00 Uhr im Kulturhaus LA8 gegen den SV Allianz Leipzig an, am Sonntag um 9.00 Uhr gegen die SG 1871 Löberitz aus Sachsen-Anhalt. Zuschauer sind in der LA8 willkommen, der Eintritt ist frei.

Alle Partien werden auf chess24.com live im Internet übertragen.

Auch wenn die OSG-Damen von der Tabellenspitze grüßen und in den anstehenden Kämpfen klar favorisiert sind, so darf man die Gegnerinnen nach Überzeugung von Teamchef Thilo Gubler keinesfalls unterschätzen, hat man es doch vermutlich überwiegend mit erfahrenen Nationalspielerinnen zu tun – polnischen Frauengroßmeisterinnen an den Leipziger Brettern und lettischen in der Löberitzer Mannschaft.

In der Schachbundesliga möchte die Mannschaft der OSG der Spitze zumindest näherkommen. Dafür muss in Aachen gegen die Heimmannschaft Aachener SV und gegen Aufsteiger Düsseldorfer SK fleißig gepunktet werden, denn auf den Plätzen eins bis sechs liegen alle Teams nach zwei Runden der jungen Saison nach Mannschaftspunkten gleichauf. Das Brettpunkteverhältnis hat den Großmeistern der Kurstadt allerdings bisher nur Platz sechs zugewiesen. An der Oos sieht man es gelassen, schließlich ist noch alles offen. In jedem Fall wird der fünfzehnfache Rekordmeister mit personellen Verstärkungen erneut nach dem Titel streben.

Auch diese Partien werden live auf chess24.com übertragen, am Samstag ab 14.00 Uhr, am Sonntag ab 10.00 Uhr.

Walter Siemon


2. April 2022

Offener Brief über Zwangsabstiege in Corona Zeiten

Liebe Schachfreundinnen und Schachfreunde vom Turnierordnungsausschuss und dem Vorstand des Badischen Schachverbandes,
 
unsere fünfte Mannschaft in der Landesliga Süd 1 muss nach zweimaligem Nichtantreten zwangsweise absteigen. Sowohl im November 2021 als auch im März 2022 hatten wir jeweils kurz vor Spielbeginn etliche Absagen wegen Corona-Erkrankungen und Quarantäne. Selbst ein so großer Verein wie wir es sind, konnte da nicht mehr reagieren. Insbesondere, weil wir bestehende Mannschaften nicht auseinander reißen oder kurzfristig vom Samstag Abend auf den Sonntag Morgen „umdelegieren“ wollten. Das wäre bei vielen Spielern auch terminlich gar nicht möglich gewesen.
 
Wir haben vor der zweiten Absage intern auch die Thematik eines Zwangsabstiegs diskutiert, waren aber der Meinung, dass für unverschuldete, kurzfristige Absagen die harten Sanktionen nicht greifen.
Da die aktuellen Beschlüsse und Regeln das so vorsehen, werden wir den Zwangsabstieg akzeptieren und dagegen keinen Protest einlegen. Uns ist nicht nach Streit und Konfrontation gerade in diesen Zeiten zumute.  
Es wäre im konkreten Fall paradoxerweise „besser“ gewesen, im gegenseitigen Mannschaftskampf unserer 6. und 7. Mannschaft am Samstag Abend 6 Bretter willkürlich frei zu lassen, um diese am Sonntag auf die insgesamt 3-stündige Reise nach Oberwinden zu schicken. Die Spieler der 6. und 7. wollten aber auf jeden Fall einen sportlichen Wettkampf!
 
Allerdings gibt es bei diesem Fall auch noch zwei andere Seiten, und zwar eine sportliche und menschliche.
 
Über ein Jahr konnte kein Schach am Brett gespielt werden wegen Corona. Aber Corona ist ja nicht vorbei. Dass man nun alle Spieler der Mannschaft bestraft und nicht die Möglichkeit gibt, die Saison bei einer sich hoffentlich bessernden Corona- Situation zu beenden, finden wir unglücklich und nicht gerecht.
 
Uns scheint, dass der Badische Schachverband „zufrieden“ ist, dass ca. 80 % der Spiele durchgeführt werden konnten am letzten Spieltag. Was ist mit den ca. 20% der Spiele die ausgefallen sind? Die werden einfach ignoriert. Das gibt es in keiner anderen Sportart, dass Mannschaften, die Corona-bedingt nicht antreten können, einfach als kampflos gewertet werden. Nur im Schach hält man sich krampfhaft an die Regeln und hat überhaupt keine Lösungen parat, z.B. Verlegung von Spielen wie es im Fußball oder anderen Sportarten passiert. Anscheinend kann der TOA und der BSV aber damit leben. Und natürlich hat der TOA und der BSV künftig keinerlei Spielraum mehr, wenn andere Mannschaften zum zweiten Mal (wegen Corona) nicht antreten können. Das kann zu einer ganzen Reihe von Zwangsabstiegen führen.
 
Mannschaften treten mit schwachen Aufstellungen an, lassen Bretter frei, treten nicht an, ziehen sich freiwillig zurück oder steigen zwangsweise ab. Ist das noch im Sinne unseres Sports?
 
 
Patrick Bittner
Im Namen des Vorstandes der Ooser Schachgesellschaft Baden-Baden 1922 e.V.

 


25. März 2022

Bericht Jugendbundesliga OSG Baden-Baden – Heilbronner SF 19.03.2022

Am Samstag 19.03.2022 stand die 2. Runde der diesjährigen Jugendbundesliga statt, für die OSG war es nach dem vorgezogenen Spiel gegen Bebenhausen bereits das 3. Spiel. Es ging gegen die Mannschaft der Heilbronner Schachfreunde und Mannschaftsführer David Stankovic hatte mit Niklas Schmider, Alexander Doll, Daniel Schmitt, Julius und Johannes Semling sowie Carlos Neves wieder ein prima Team zusammengetrommelt.

Im DWZ Vergleich klar im Vorteil konnte zwar Johannes Semling bereits recht früh seine beiden Mehrbauern im Endspiel zum Gewinn führen, aber nach etwa 2,5 Stunden sah der Kampf viel spannender aus, als uns eigentlich recht sein konnte. Niklas und Daniel hatten mit Schwarz zwar jeweils die Initiative übernommen, aber die Gegner konnten das Gleichgewicht noch halten. Julius hatte einen starken Angriff gestartet, aber durch einen Zwischenzug, den die Kiebitze nicht gesehen hatten, schien der Gegner sehr gefährlich zu kontern. Carlos hatte seinen Eröffnungsvorteil vergeben und geriet in einer langen Abtauschabwicklung in ein schwieriges, verloren aussehendes Endspiel mit Minusbauer. Somit schien ein knappes Ergebnis nicht ausgeschlossen.

Kurz vor der Zeitnotphase setzte sich die größere Routine dann auf einen Schlag aber deutlich durch. Julius hatte super gerechnet und in der hochtaktischen Stellung den Überblick bewahrt und gewann eine Figur und damit auch die Partie. Daniel gewann mit einer hübschen Überlastung einen Bauern und konnte ebenfalls gewinnen. Alex hatte ein schwaches Feld auf c6 beim Gegner ausgemacht und dadurch entscheidenden Druck aufgebaut, dem sein Gegner nicht standhalten konnte. Nachdem sich dann auch noch Carlos in ein Remis retten konnte und Niklas gewann, stand ein 5,5 – 0,5 Erfolg fest, der zwar verdient, in der Höhe aber wohl etwas zu hoch ausgefallen ist.

Somit führt die OSG die Tabelle mit 6:0 Punkten an, die entscheidenden Spiele gegen Untergrombach und KSF I finden im Mai statt.

Tabelle und Infos: https://ergebnisse.svw.info/show/2021/2921/

(IM Rolf Schlindwein)


20. März 2022

OSG Frauen an der Spitze.

(Foto Gubler)v.l.n.r.
Rebecca Doll, Zhansaya Abdumalik, Nuryul Salimova, Mariya und Anna Muzychuk,
Elisabeth Pähtz, Thilo Gubler
 

Es ist nur ein provisorischer Tabellenstand in der Frauenbundesliga Schach, da noch vier Vereine je zwei Runden nachholen müssen, die wegen Corona verschoben werden mussten. Dauerrivale SK Schwäbisch Hall könnte danach zu Baden-Baden aufschließen. Gleichwohl signalisiert der aktuelle Platz eins nach zwei Siegen am vergangenen Wochenende, wo es lang gehen soll: Erneut Richtung Meisterschaft, nach vergeblichen Anläufen in den vergangenen zwei Spielzeiten, als der Rekordmeister von der Oos dem SC Bad Königshofen den Vortritt lassen musste.

Zunächst galt es in Runde 5 einen besonders hartnäckigen Gegner niederzuringen: den Hamburger SK. Das knappe Ergebnis von dreieinhalb zu zweieinhalb beschreibt bereits die Härte der Auseinandersetzung.

Etwas komfortabler liest sich das folgende vier zu zwei gegen den bisherigen Tabellennachbarn TuRa Harksheide.

Über das rein Sportliche hinaus stand ein ganz anderer Aspekt im Zentrum des Geschehens: Teamchef Thilo Gubler war glücklich, Mariya und Anna Muzychuk, das Geschwisterpaar aus der Ukraine, an den Brettern eins und zwei aufstellen zu können. Den beiden Exweltmeisterinnen war die Flucht vor dem Krieg gelungen. Ihrer Spielführung nach konnte wohl kein Beobachter ausschließen, dass die Geschehnisse in der Ukraine die Konzentrationsfähigkeit beeinträchtigt haben könnten: Beide Muzychuks standen gegen Hamburg nach zunächst überlegener Zugfolge klar auf Gewinn, ließen aber ihre Kontrahentinnen Monica Socko und Eline Roebers ins Remis entkommen. Besonders für das erst 15jährige niederländische Ausnahmetalent Roebers dürfte sich das Unentschieden gegen die ukrainische Großmeisterin wie ein Sieg angefühlt haben. Gegen Harksheide remisierte Mariya Muzychuk mit der starken Julia Antolak, während Schwester Anna von einem dicken Schnitzer ihrer Gegnerin Annamarija Radikovic profitieren und schnell siegen konnte.

Einmal mehr als Verstärkung im Team der OSG erwies sich die junge Kasachin Zhansaya Abdumalik, die mit geardlieniger Effektivität und scheinbarer Leichtigkeit gegen die Hamburgerin Sarah Papp wie auch gegen Maria Gosciniak am dritten Brett von Harksheide voll punktete. Auch Team-Neuling Nurgyul Salimova aus Bulgarien erspielte beide Punkte für ihren neuen Verein OSG Baden-Baden. Die deutsche Nr.eins der Frauen, Elisabeth Pähtz, die in der letzten Saison noch einhundert Prozent an ihrem Brett geholt hatte, musste dieses Mal in ihren beiden Partien ins Remis einwilligen. Die junge Rebecca Doll, mit einem Glanzsieg in der ersten Runde gegen eine internationale Meisterin furios in die Saison gestartet, konnte trotz zähem Kampfeswillen diesmal zwei Nuller für die OSG nicht vermeiden. OSG- Vositzender Patrick Bittner konnte nicht umhin, seinen Stolz auf eine Mannschaft kundzutun, die unter „diesen Umständen“ zwei Siege einfahren konnte.

(Walter Siemon)


19. März 2022

Frauenbundesliga dieses Wochenende ohne Russinnen.

Auch die Frauenbundesliga wird, wie zuvor schon die Schachbundesliga, dieses Wochenende unter den Vorzeichen des russischen Angriffs auf die Ukraine fortgesetzt: Die Liga verzichtet auf den Einsatz russischer Spielerinnen, deren Aufstellung allerdings nicht verboten wurde.

Für OSG-Teamchef Thilo Gubler bedeutet das zum Bespiel: Verzicht auf den Einsatz von Exweltmeisterin Alexandra Kosteniuk, die er persönlich für integer hält, gehört sie doch zu den 44 russischen Großmeistern, die Putin in einem offenen Brief zum Frieden aufgerufen haben. Aber, so Gubler, er könne, nicht gleichzeitig ukrainische und russische Spielerinnen aufstellen. Zumindest eine der beiden Muzychuk-Schwestern aus der Ukraine, Mariya oder Anna, wird für die OSG am Brett sitzen. Beiden ist die Flucht aus der Ukraine über Polen nach Spanien gelungen. „Mannschaftskameradinnen werden getrennt“, stellte OSG-Vorsitzender Patrick Bittner bedauernd fest.

Das Kurstadt-Team trifft heute in Hamburg zunächst auf den SK Hamburg, ein Verein, der der OSG schon so manches Mal ein Bein gestellt hat.

Morgen geht es dann gegen TuRa Harksheide. Beide Teams folgen der aktuell in der Tabelle zweitplatzierten OSG auf den Rängen drei und vier.

Bei allen Schwierigkeiten der aktuellen Lage bleibt es erklärtes Ziel beim Kurstadtverein an der Oos, „mal wieder“ (Gubler) den Titel zu holen und den Meister der letzten beiden Spielzeiten, SC Bad Königshofen, zu entthronen.

Walter Siemon


7. März 2022

Solidarisches Handeln und sportlicher Wettkampf

„Schweigen ist nicht akzeptabel“

So hat die Schachbundesliga zum Auftakt der neuen Saison einen Friedensappell überschrieben, und so überschatte der Krieg in der Ukraine auch die ersten Begegnungen am Schachbrett.

Der Auftaktsieg der OSG Baden-Baden gegen den SV Werder Bremen wäre so normalerweise gar nicht möglich gewesen: 4:2 hieß das Endergebnis. Für einen Sieg sind sonst viereinhalb Brettpunkte nötig. Eine Sonderreglung aus Solidarität mit dem Verein an der Weser, dem drei seiner Spitzenspieler fehlten, weil sie aus der Ukraine stammen und nicht ausreisen durften, führte zu einer sportlichen Kompromisslösung: Der SV Werder ließ die Bretter zwei und drei, an denen die ukrainischen Großmeister Zahar Efimenko und Alexander Areshchenko vorgesehen waren, symbolisch unbesetzt, platzierte dort stattdessen ukrainische Flaggen, eine gelbe Blume und selbst gebastelte gelb-blaue Herzen und  Schachfiguren. Beim Gegner aus dem Badischen fanden die Bremer volles Einverständnis: Auch die OSG trat nur mit sechs, statt, wie üblich, mit acht Spielern an. Folgerichtig akzeptierte der Vorstand der Schachbundesliga den Sieg für das Team, das mehr Partien gewinnt. Durch das überlegene Spiel von Arkadij Naiditsch und Fabian Döttling standen dann zwei volle Brettpunkte für die OSG zu buche, während sich die Großmeister Michael Adams, Jan Gustafsson, Georg Meier und Sergei Movsesian die Punkte mit ihren Gegnern aus dem Norden teilten.

Gegen Mülheim Nord in Runde zwei waren beide Mannschaften an acht Brettern wieder voll besetzt. Der 5:3 Erfolg des Favoriten, OSG Baden-Baden, war unerwartet hart erkämpft, da nicht alle Asse so stachen, wie es dem offiziellen Ranking nach hätte sein können. Erneut siegte am letzten Brett Fabian Döttling, Georg Meier erfüllte an Platz sechs mit leichter Hand die Erwartungen, Radoslaw Wojtaszek hingegen musste an Brett zwei all sein Können aufbieten, um ein schwieriges Turmendspiel an die Oos zu holen.  Aus Baden-Badener Sicht war es eine Überraschung, dass Rustam Kasimdzhanov, Arkadij Naiditsch und Jan Gustafsson allesamt nicht über ein Remis hinauskamen. Sergej Movsesian musste nach dem nahezu hoffnungslosen Kampf seines Springers gegen eine gegnerische Bauernübermacht die Segel streichen. Das von Michael Adams erzielte Remis an Brett eins war ein Kampf auf erwartbarer Augenhöhe mit seinem starken Gegner.

Um eine Brücke zum Anfang des Berichts zu schlagen: Auch Baden-Badens Reisepartner Deizisau erwies den Bremern dasselbe solidarische Verhalten wie die OSG und besetzte nur sechs Bretter.

Walter Siemon


4. März 2022

OSG Baden-Baden zeigt sportliche Solidarität

Gelebte Solidarität an den Schachbrettern: Zum Auftakt der Schachbundesliga müssen die OSG Baden-Baden und der SV Werder Bremen gegeneinander antreten. Drei der Bremer Spitzenspieler sind jedoch Ukrainer und dürfen nicht ausreisen. Es sind die Großmeister Zahar Efimenko, Alexander Arshenko und Kiril Shevchenko. Um ein Zeichen gegen den kriegerischen Überfall auf die Ukraine durch Russland zu setzen, wird Bremen nur an einem Brett einen einheimischen Ersatzmann aufstellen, die Bretter zwei und drei jedoch unbesetzt lassen und stattdessen mit einer ukrainischen Flagge bedecken. Normalerweise hätte das Rumpfteam gegen den fünfzehnfachen deutschen Rekordmeister und Titelverteidiger OSG Baden-Baden keine faire sportliche Chance, würde der Verein an der Oos in voller Mannschaftsstärke antreten. Der erste Vorsitzende der OSG, Patrick Bittner, und Mannschafsführer Sven Noppes werden jedoch in Bremen die Solidarität des Baden-Badener Clubs mit dem SV Werder Bremen sportlich dokumentieren und das Oos-Team ebenfalls um zwei Spieler reduzieren. Da solche Eingriffe jedoch eigentlich gegen die Turnierordnung verstoßen, bedarf es dafür der Rückendeckung durch den Vorstand der Schachbundesliga; die erfolgte umgehend durch eine punktuell gezielte, wie alle Beteiligten hoffen, nur einmalig nötige Änderung der Brettpunkteregelung, so dass Bremen theoretisch mit 3,5: 2,5 gewinnen könnte, was normalerweise ausgeschlossen ist.

Am kommenden Sonntag spielt die OSG dann gegen Mühlheim Nord, ganz normal an acht Brettern.

Alle Spiele werden live auf www.schachbundesliga.de übertragen, Samstag, d.5.2. 22 ab 14.15 Uhr, Sonntag ab.10.15 Uhr.

Außerdem viele weitere Informationen zum aktuellen Stand der Dinge auf der Website der Schachbundesliga.

Walter Siemon


28. November 2021

Auftaktsieg in der Frauenbundesliga

Motivation und Konzentration unter erschwerten Bedingungen – das Damenteam der OSG Baden-Baden hat es gut hinbekommen. Ein 4,5:1,5 Erstrundensieg gegen die Rodewischer Schachmiezen hat es unter Beweis gestellt. Denn natürlich war auch der Auftakt der neuen Saison der Frauenbundesliga Schach von unterschiedlichen Regelungen und Entscheidungen im Zuge der Coronapandemie überschattet. So mussten vier Mannschaften, die in Leipzig aufeinandertreffen sollten, ihre Wettkämpfe wegen der besonderen Lage in Sachsen auf einen späteren Zeitpunkt verschieben, die acht restlichen Teams sollten im baden-württembergischen Deisisau und schleswig-holsteinischen Harksheide gegeneinander antreten, aber der Aufsteiger aus Bad-Kissingen, „Kisschess“, sagte kurzfristig ab. Der Verein sah aus subjektiver Perspektive ein zu großes Infektionsrisiko. Auf diese Weise kamen Deizisau und die OSG Baden-Baden jeweils zu einem zu einem kampflosen 6:0 gegen Bad Kissingen und belegen zum Saisonstart die Plätze eins und zwei der Tabelle. OSG-Teamchef Thilo Gubler ist optimistisch, dass die Saison trotz Pandemie durchgezogen werden kann und möchte, zwei Jahre nach dem letzten Titelgewinn, erneut nach der Meisterschaft greifen.

Foto: Rebecca Doll (von Thilo Gubler)

Beim zuversichtlich stimmenden Auftakterfolg gegen Rodewisch stach ein Sieg besonders hervor: Der selbstbewusst erspielte Punkt der erst sechzehnjährigen deutschen Meisterin U16 Rebecca Doll, deren Leistungskennzahl noch nicht auf ein entsprechendes Niveau hinzuweisen schien, gegen Natalie Kanakova, mit dem Titel einer Internationalen Frauenmeisterin geschmückt und eigentlich zwei Klassen höher einzuschätzen.

Aber auch die deutsche Nr.1, Elisabeth Pähtz am ersten und Frauengroßmeisterin Josefine Heinemann am dritten Brett, setzten besondere Marken: Pähtz hat alle acht Partien, die sie saisonübergreifend für Baden-Baden gespielt hat, gewonnen, Heinemann erspielte mit ihrem Sieg bisher eindrucksvolle 24,5 Punkte aus insgesamt 26 Partien für die OSG Baden-Baden.

Einen vollen Punkt steuerte in der Auftaktrunde auch die Baden-Badener Internationale Meisterin Ketino Kachiani- Gersinska bei.

Weiter geht es mit der Frauenbundesliga Schach am 19. Februar 2022.

(Walter Siemon)


16. November 2021

4x 1. Platz für die OSG bei den Mittelbadischen Einzelmeisterschaften in Ötigheim 06.11.2021!

Terminknappheit und hohe Coronazahlen machten es schwer einen Ausrichter zu finden. Danke an Ötigheim, die kurzfristig eingesprungen sind. 27 Teilnehmer nahmen in allen drei Altersklassen teil. Sinnvolle Einzelturniere bei sieben Runden Schweizer System waren dadurch nicht möglich, so spielten alle Kinder und Jugendlichen in einem Turnier. Für die OSG nahmen insgesamt sieben Spieler und Spielerinnen teil, Daniel Schmitt, Moritz Bossert und David Stankovic bei der U18, Carlos Neves bei der U16, die Zwillinge Johannes und Julius Semling bei der U14 und Mery Nanthivarman bei der U16w.
In der ersten Runde konnten wir volle sieben Punkte holen, danach gab es in jeder weiteren Runde mindestens ein OSG-Duell. Nervenstark setzte sich Daniel Schmitt vorne fest und gab den 1. Platz nicht mehr ab. Erst in der letzten Runde „unterlief“ ihm ein Remis und mit 6,5 aus 7 sicherte er sich einen weiteren Titel als mittelbadischer Meister. Mit 5 aus 7 wurde Carlos Neves bei der U16 Meister und ebenfalls 5 aus 7 reichten Johannes Semling für den Sieg bei der U14 einen halben Punkt vor seinem Bruder, Julius belegte Rang zwei bei der U14. Somit stellten wir alle drei Meister bei den männlichen Teilnehmern, Mery sicherte dazu noch den Titel U16w. Insgesamt auch abseits der Titel noch ein klasse Turnier unserer Kinder. Alle sieben OSG Teilnehmer landeten in der ersten Hälfte unter den Top 13 von 27 und sechs von ihnen plazierten sich in den Top 9!
Hier einige Bilder und die Endtabelle

(Rolf Schlindwein)