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Aktuelles

28. April 2022

OSG Baden-Baden mit Heimrecht

Im Kulturhaus LA8 geht für die OSG Baden-Baden der Kampf um die Spitze in der Schachbundesliga weiter. Die Runden fünf und sechs von insgesamt fünfzehn Runden stehen an. Eineinhalb Brettpunkte müssen gut gemacht werden, um zum SC Viernheim an der Tabellenspitze aufzuschließen. Nach Mannschaftpunkten belegen beide Teams gleichauf die Plätze eins und zwei. Die Chancen für den Rekordmeister an der Oos stehen nicht schlecht, hat man doch mit den beiden Berliner Vereinen SF Berlin, aktueller Tabellenplatz 8 (Samstag14.00 Uhr) und SK König Tegel, Tabellenplatz 14,  (Sonntag10.00 Uhr), zumindest auf dem Papier, die etwas niedrigeren Hürden zu bewältigen als Rivale Viernheim mit den Gegnern Hamburger SK (Tabellenplatz 6) und SK Doppelbauer Turm Kiel (Platz 4). Da die die weltweiten Turnieraktivitäten im Schach unter Beteiligung zahlreicher Spitzenspieler mit den Lockerungen der Coronaauflagen zugenommen haben, hat sich auch das Rätselraten um die Mannschaftsaufstellungen in der Schachbundesliga verschärft. Es wird in allen Begegnungen wieder vermehrt darauf ankommen, welche Kräfte den jeweiligen Mannschaftsführern zur Verfügung stehen werden.

Auf chess24.com wird man bei den Liveübertragungen der Partien die Namen sehen.

Im Kulturhaus LA8 sind Zuschauer sind willkommen, der Eintritt ist frei.

Walter Siemon


10. April 2022

Siege für beide OSG-Teams

Josefine Heinemann (Foto Thilo Gubler)

Die Frauen der OSG Baden-Baden hatten in der Frauenbundesliga Schach – weil mit ihren Spielen kurz vor den Männern in der Schachbundesliga  fertig geworden – mit zwei Siegen schon mal vorgelegt: Jeweils 4,5:1,5 hieß es vergangenes Wochenende in den Runden sieben und acht gegen den SV Weißblau Allianz Leipzig und die SG 1871 Löberitz. Damit behauptet der Kurstadtverein mit zwei Punkten Vorsprung die Tabellenspitze vor den Schachfreunden Deizisau. Gegen Leipzig siegten Antoaneta Stefanova, Josefine Heinemann und Iamze Tammert, gegen den Traditionsverein aus Sachsen-Anhalt Ketevan Arakhamia-Grant und wieder Josefine Heinemann und Iamze Tammert. Antoaneta Stefanova und Ketevan Arakhamia-Grant erzielten außerdem noch jeweils ein Unentschieden, während Elisabeth Pähtz und Ketino Kachiani-Gersinska in jeder der beiden Runden einen halben Punkt erspielten. Einen geradezu sensationellen Score hat Josefine Heinemann vorzuweisen: In insgesamt 28 über mehrere Spielzeiten hinweg für die OSG gespielten Partien hat sie 26,5 Punkte geholt, davon 100%, nämlich 10 aus 10 in der letzten und dieser Saison. Ausgesprochen erfolgreich erwies sie sich auch in dieser Saison in der Schachbundesliga, wo sie es für den SC Viernheim nur mit männlichen Gegnern zu tun hatte. Zwei Punkte aus zwei gespielten Parten sind auch hier ihre eindrucksvolle Ausbeute. Damit hat sie ihren Beitrag dazu geleistet, dass beide Teams, in denen sie eingesetzt wurde, ihre jeweilige Tabelle anführen, das OSG-Frauensextett und der SC Viernheim, letzterer allerdings dicht gefolgt von der punktgleichen und nur nach Brettpunkten eineinhalb Zähler zurückliegenden OSG Baden-Baden. Der Rekordmeister hat sich damit vom sechsten auf den zweiten Rang hinter Viernheim vorgearbeitet. Nach Kantersiegen gegen den Aachener SV (7:1) und gegen Liga-Neuling Düsseldorfer SK (6,5:1,5) hatte man praktisch das annähernd geplante Soll erfüllt. Rustam Kazimdzhanov, Arkadij Naiditsch, Jan Gustafsson, Etienne Bacrot und Fabian Döttling punkteten an beiden Tagen voll, Maxime Vachier-Lagrave an Brett eins sowie Georg Meier an Position sieben steuerten jeweils einen Sieg und ein Unentschieden bei, Michael Adams remisierte am zweiten Brett beide Partien. Wie bei den Frauen, deren Teamchef Thilo Gubler gute Chancen auf einen weiteren Titelgewinn erkennt, ging auch in der Schachbundesliga am zurückliegenden Wochenende kein Brett verloren

Walter Siemon


7. April 2022

Volles Bundesliga-Wochenende

Für den Schachfan steht das Wochenende ganz im Zeichen der Bundeligen.

Fangen wir mit der Frauenbundesliga  an: Das Team der OSG Baden-Baden hat Heimrecht und tritt am Samstag ab 14.00 Uhr im Kulturhaus LA8 gegen den SV Allianz Leipzig an, am Sonntag um 9.00 Uhr gegen die SG 1871 Löberitz aus Sachsen-Anhalt. Zuschauer sind in der LA8 willkommen, der Eintritt ist frei.

Alle Partien werden auf chess24.com live im Internet übertragen.

Auch wenn die OSG-Damen von der Tabellenspitze grüßen und in den anstehenden Kämpfen klar favorisiert sind, so darf man die Gegnerinnen nach Überzeugung von Teamchef Thilo Gubler keinesfalls unterschätzen, hat man es doch vermutlich überwiegend mit erfahrenen Nationalspielerinnen zu tun – polnischen Frauengroßmeisterinnen an den Leipziger Brettern und lettischen in der Löberitzer Mannschaft.

In der Schachbundesliga möchte die Mannschaft der OSG der Spitze zumindest näherkommen. Dafür muss in Aachen gegen die Heimmannschaft Aachener SV und gegen Aufsteiger Düsseldorfer SK fleißig gepunktet werden, denn auf den Plätzen eins bis sechs liegen alle Teams nach zwei Runden der jungen Saison nach Mannschaftspunkten gleichauf. Das Brettpunkteverhältnis hat den Großmeistern der Kurstadt allerdings bisher nur Platz sechs zugewiesen. An der Oos sieht man es gelassen, schließlich ist noch alles offen. In jedem Fall wird der fünfzehnfache Rekordmeister mit personellen Verstärkungen erneut nach dem Titel streben.

Auch diese Partien werden live auf chess24.com übertragen, am Samstag ab 14.00 Uhr, am Sonntag ab 10.00 Uhr.

Walter Siemon


2. April 2022

Offener Brief über Zwangsabstiege in Corona Zeiten

Liebe Schachfreundinnen und Schachfreunde vom Turnierordnungsausschuss und dem Vorstand des Badischen Schachverbandes,
 
unsere fünfte Mannschaft in der Landesliga Süd 1 muss nach zweimaligem Nichtantreten zwangsweise absteigen. Sowohl im November 2021 als auch im März 2022 hatten wir jeweils kurz vor Spielbeginn etliche Absagen wegen Corona-Erkrankungen und Quarantäne. Selbst ein so großer Verein wie wir es sind, konnte da nicht mehr reagieren. Insbesondere, weil wir bestehende Mannschaften nicht auseinander reißen oder kurzfristig vom Samstag Abend auf den Sonntag Morgen „umdelegieren“ wollten. Das wäre bei vielen Spielern auch terminlich gar nicht möglich gewesen.
 
Wir haben vor der zweiten Absage intern auch die Thematik eines Zwangsabstiegs diskutiert, waren aber der Meinung, dass für unverschuldete, kurzfristige Absagen die harten Sanktionen nicht greifen.
Da die aktuellen Beschlüsse und Regeln das so vorsehen, werden wir den Zwangsabstieg akzeptieren und dagegen keinen Protest einlegen. Uns ist nicht nach Streit und Konfrontation gerade in diesen Zeiten zumute.  
Es wäre im konkreten Fall paradoxerweise „besser“ gewesen, im gegenseitigen Mannschaftskampf unserer 6. und 7. Mannschaft am Samstag Abend 6 Bretter willkürlich frei zu lassen, um diese am Sonntag auf die insgesamt 3-stündige Reise nach Oberwinden zu schicken. Die Spieler der 6. und 7. wollten aber auf jeden Fall einen sportlichen Wettkampf!
 
Allerdings gibt es bei diesem Fall auch noch zwei andere Seiten, und zwar eine sportliche und menschliche.
 
Über ein Jahr konnte kein Schach am Brett gespielt werden wegen Corona. Aber Corona ist ja nicht vorbei. Dass man nun alle Spieler der Mannschaft bestraft und nicht die Möglichkeit gibt, die Saison bei einer sich hoffentlich bessernden Corona- Situation zu beenden, finden wir unglücklich und nicht gerecht.
 
Uns scheint, dass der Badische Schachverband „zufrieden“ ist, dass ca. 80 % der Spiele durchgeführt werden konnten am letzten Spieltag. Was ist mit den ca. 20% der Spiele die ausgefallen sind? Die werden einfach ignoriert. Das gibt es in keiner anderen Sportart, dass Mannschaften, die Corona-bedingt nicht antreten können, einfach als kampflos gewertet werden. Nur im Schach hält man sich krampfhaft an die Regeln und hat überhaupt keine Lösungen parat, z.B. Verlegung von Spielen wie es im Fußball oder anderen Sportarten passiert. Anscheinend kann der TOA und der BSV aber damit leben. Und natürlich hat der TOA und der BSV künftig keinerlei Spielraum mehr, wenn andere Mannschaften zum zweiten Mal (wegen Corona) nicht antreten können. Das kann zu einer ganzen Reihe von Zwangsabstiegen führen.
 
Mannschaften treten mit schwachen Aufstellungen an, lassen Bretter frei, treten nicht an, ziehen sich freiwillig zurück oder steigen zwangsweise ab. Ist das noch im Sinne unseres Sports?
 
 
Patrick Bittner
Im Namen des Vorstandes der Ooser Schachgesellschaft Baden-Baden 1922 e.V.

 


25. März 2022

Bericht Jugendbundesliga OSG Baden-Baden – Heilbronner SF 19.03.2022

Am Samstag 19.03.2022 stand die 2. Runde der diesjährigen Jugendbundesliga statt, für die OSG war es nach dem vorgezogenen Spiel gegen Bebenhausen bereits das 3. Spiel. Es ging gegen die Mannschaft der Heilbronner Schachfreunde und Mannschaftsführer David Stankovic hatte mit Niklas Schmider, Alexander Doll, Daniel Schmitt, Julius und Johannes Semling sowie Carlos Neves wieder ein prima Team zusammengetrommelt.

Im DWZ Vergleich klar im Vorteil konnte zwar Johannes Semling bereits recht früh seine beiden Mehrbauern im Endspiel zum Gewinn führen, aber nach etwa 2,5 Stunden sah der Kampf viel spannender aus, als uns eigentlich recht sein konnte. Niklas und Daniel hatten mit Schwarz zwar jeweils die Initiative übernommen, aber die Gegner konnten das Gleichgewicht noch halten. Julius hatte einen starken Angriff gestartet, aber durch einen Zwischenzug, den die Kiebitze nicht gesehen hatten, schien der Gegner sehr gefährlich zu kontern. Carlos hatte seinen Eröffnungsvorteil vergeben und geriet in einer langen Abtauschabwicklung in ein schwieriges, verloren aussehendes Endspiel mit Minusbauer. Somit schien ein knappes Ergebnis nicht ausgeschlossen.

Kurz vor der Zeitnotphase setzte sich die größere Routine dann auf einen Schlag aber deutlich durch. Julius hatte super gerechnet und in der hochtaktischen Stellung den Überblick bewahrt und gewann eine Figur und damit auch die Partie. Daniel gewann mit einer hübschen Überlastung einen Bauern und konnte ebenfalls gewinnen. Alex hatte ein schwaches Feld auf c6 beim Gegner ausgemacht und dadurch entscheidenden Druck aufgebaut, dem sein Gegner nicht standhalten konnte. Nachdem sich dann auch noch Carlos in ein Remis retten konnte und Niklas gewann, stand ein 5,5 – 0,5 Erfolg fest, der zwar verdient, in der Höhe aber wohl etwas zu hoch ausgefallen ist.

Somit führt die OSG die Tabelle mit 6:0 Punkten an, die entscheidenden Spiele gegen Untergrombach und KSF I finden im Mai statt.

Tabelle und Infos: https://ergebnisse.svw.info/show/2021/2921/

(IM Rolf Schlindwein)


20. März 2022

OSG Frauen an der Spitze.

(Foto Gubler)v.l.n.r.
Rebecca Doll, Zhansaya Abdumalik, Nuryul Salimova, Mariya und Anna Muzychuk,
Elisabeth Pähtz, Thilo Gubler
 

Es ist nur ein provisorischer Tabellenstand in der Frauenbundesliga Schach, da noch vier Vereine je zwei Runden nachholen müssen, die wegen Corona verschoben werden mussten. Dauerrivale SK Schwäbisch Hall könnte danach zu Baden-Baden aufschließen. Gleichwohl signalisiert der aktuelle Platz eins nach zwei Siegen am vergangenen Wochenende, wo es lang gehen soll: Erneut Richtung Meisterschaft, nach vergeblichen Anläufen in den vergangenen zwei Spielzeiten, als der Rekordmeister von der Oos dem SC Bad Königshofen den Vortritt lassen musste.

Zunächst galt es in Runde 5 einen besonders hartnäckigen Gegner niederzuringen: den Hamburger SK. Das knappe Ergebnis von dreieinhalb zu zweieinhalb beschreibt bereits die Härte der Auseinandersetzung.

Etwas komfortabler liest sich das folgende vier zu zwei gegen den bisherigen Tabellennachbarn TuRa Harksheide.

Über das rein Sportliche hinaus stand ein ganz anderer Aspekt im Zentrum des Geschehens: Teamchef Thilo Gubler war glücklich, Mariya und Anna Muzychuk, das Geschwisterpaar aus der Ukraine, an den Brettern eins und zwei aufstellen zu können. Den beiden Exweltmeisterinnen war die Flucht vor dem Krieg gelungen. Ihrer Spielführung nach konnte wohl kein Beobachter ausschließen, dass die Geschehnisse in der Ukraine die Konzentrationsfähigkeit beeinträchtigt haben könnten: Beide Muzychuks standen gegen Hamburg nach zunächst überlegener Zugfolge klar auf Gewinn, ließen aber ihre Kontrahentinnen Monica Socko und Eline Roebers ins Remis entkommen. Besonders für das erst 15jährige niederländische Ausnahmetalent Roebers dürfte sich das Unentschieden gegen die ukrainische Großmeisterin wie ein Sieg angefühlt haben. Gegen Harksheide remisierte Mariya Muzychuk mit der starken Julia Antolak, während Schwester Anna von einem dicken Schnitzer ihrer Gegnerin Annamarija Radikovic profitieren und schnell siegen konnte.

Einmal mehr als Verstärkung im Team der OSG erwies sich die junge Kasachin Zhansaya Abdumalik, die mit geardlieniger Effektivität und scheinbarer Leichtigkeit gegen die Hamburgerin Sarah Papp wie auch gegen Maria Gosciniak am dritten Brett von Harksheide voll punktete. Auch Team-Neuling Nurgyul Salimova aus Bulgarien erspielte beide Punkte für ihren neuen Verein OSG Baden-Baden. Die deutsche Nr.eins der Frauen, Elisabeth Pähtz, die in der letzten Saison noch einhundert Prozent an ihrem Brett geholt hatte, musste dieses Mal in ihren beiden Partien ins Remis einwilligen. Die junge Rebecca Doll, mit einem Glanzsieg in der ersten Runde gegen eine internationale Meisterin furios in die Saison gestartet, konnte trotz zähem Kampfeswillen diesmal zwei Nuller für die OSG nicht vermeiden. OSG- Vositzender Patrick Bittner konnte nicht umhin, seinen Stolz auf eine Mannschaft kundzutun, die unter „diesen Umständen“ zwei Siege einfahren konnte.

(Walter Siemon)


19. März 2022

Frauenbundesliga dieses Wochenende ohne Russinnen.

Auch die Frauenbundesliga wird, wie zuvor schon die Schachbundesliga, dieses Wochenende unter den Vorzeichen des russischen Angriffs auf die Ukraine fortgesetzt: Die Liga verzichtet auf den Einsatz russischer Spielerinnen, deren Aufstellung allerdings nicht verboten wurde.

Für OSG-Teamchef Thilo Gubler bedeutet das zum Bespiel: Verzicht auf den Einsatz von Exweltmeisterin Alexandra Kosteniuk, die er persönlich für integer hält, gehört sie doch zu den 44 russischen Großmeistern, die Putin in einem offenen Brief zum Frieden aufgerufen haben. Aber, so Gubler, er könne, nicht gleichzeitig ukrainische und russische Spielerinnen aufstellen. Zumindest eine der beiden Muzychuk-Schwestern aus der Ukraine, Mariya oder Anna, wird für die OSG am Brett sitzen. Beiden ist die Flucht aus der Ukraine über Polen nach Spanien gelungen. „Mannschaftskameradinnen werden getrennt“, stellte OSG-Vorsitzender Patrick Bittner bedauernd fest.

Das Kurstadt-Team trifft heute in Hamburg zunächst auf den SK Hamburg, ein Verein, der der OSG schon so manches Mal ein Bein gestellt hat.

Morgen geht es dann gegen TuRa Harksheide. Beide Teams folgen der aktuell in der Tabelle zweitplatzierten OSG auf den Rängen drei und vier.

Bei allen Schwierigkeiten der aktuellen Lage bleibt es erklärtes Ziel beim Kurstadtverein an der Oos, „mal wieder“ (Gubler) den Titel zu holen und den Meister der letzten beiden Spielzeiten, SC Bad Königshofen, zu entthronen.

Walter Siemon


7. März 2022

Solidarisches Handeln und sportlicher Wettkampf

„Schweigen ist nicht akzeptabel“

So hat die Schachbundesliga zum Auftakt der neuen Saison einen Friedensappell überschrieben, und so überschatte der Krieg in der Ukraine auch die ersten Begegnungen am Schachbrett.

Der Auftaktsieg der OSG Baden-Baden gegen den SV Werder Bremen wäre so normalerweise gar nicht möglich gewesen: 4:2 hieß das Endergebnis. Für einen Sieg sind sonst viereinhalb Brettpunkte nötig. Eine Sonderreglung aus Solidarität mit dem Verein an der Weser, dem drei seiner Spitzenspieler fehlten, weil sie aus der Ukraine stammen und nicht ausreisen durften, führte zu einer sportlichen Kompromisslösung: Der SV Werder ließ die Bretter zwei und drei, an denen die ukrainischen Großmeister Zahar Efimenko und Alexander Areshchenko vorgesehen waren, symbolisch unbesetzt, platzierte dort stattdessen ukrainische Flaggen, eine gelbe Blume und selbst gebastelte gelb-blaue Herzen und  Schachfiguren. Beim Gegner aus dem Badischen fanden die Bremer volles Einverständnis: Auch die OSG trat nur mit sechs, statt, wie üblich, mit acht Spielern an. Folgerichtig akzeptierte der Vorstand der Schachbundesliga den Sieg für das Team, das mehr Partien gewinnt. Durch das überlegene Spiel von Arkadij Naiditsch und Fabian Döttling standen dann zwei volle Brettpunkte für die OSG zu buche, während sich die Großmeister Michael Adams, Jan Gustafsson, Georg Meier und Sergei Movsesian die Punkte mit ihren Gegnern aus dem Norden teilten.

Gegen Mülheim Nord in Runde zwei waren beide Mannschaften an acht Brettern wieder voll besetzt. Der 5:3 Erfolg des Favoriten, OSG Baden-Baden, war unerwartet hart erkämpft, da nicht alle Asse so stachen, wie es dem offiziellen Ranking nach hätte sein können. Erneut siegte am letzten Brett Fabian Döttling, Georg Meier erfüllte an Platz sechs mit leichter Hand die Erwartungen, Radoslaw Wojtaszek hingegen musste an Brett zwei all sein Können aufbieten, um ein schwieriges Turmendspiel an die Oos zu holen.  Aus Baden-Badener Sicht war es eine Überraschung, dass Rustam Kasimdzhanov, Arkadij Naiditsch und Jan Gustafsson allesamt nicht über ein Remis hinauskamen. Sergej Movsesian musste nach dem nahezu hoffnungslosen Kampf seines Springers gegen eine gegnerische Bauernübermacht die Segel streichen. Das von Michael Adams erzielte Remis an Brett eins war ein Kampf auf erwartbarer Augenhöhe mit seinem starken Gegner.

Um eine Brücke zum Anfang des Berichts zu schlagen: Auch Baden-Badens Reisepartner Deizisau erwies den Bremern dasselbe solidarische Verhalten wie die OSG und besetzte nur sechs Bretter.

Walter Siemon


4. März 2022

OSG Baden-Baden zeigt sportliche Solidarität

Gelebte Solidarität an den Schachbrettern: Zum Auftakt der Schachbundesliga müssen die OSG Baden-Baden und der SV Werder Bremen gegeneinander antreten. Drei der Bremer Spitzenspieler sind jedoch Ukrainer und dürfen nicht ausreisen. Es sind die Großmeister Zahar Efimenko, Alexander Arshenko und Kiril Shevchenko. Um ein Zeichen gegen den kriegerischen Überfall auf die Ukraine durch Russland zu setzen, wird Bremen nur an einem Brett einen einheimischen Ersatzmann aufstellen, die Bretter zwei und drei jedoch unbesetzt lassen und stattdessen mit einer ukrainischen Flagge bedecken. Normalerweise hätte das Rumpfteam gegen den fünfzehnfachen deutschen Rekordmeister und Titelverteidiger OSG Baden-Baden keine faire sportliche Chance, würde der Verein an der Oos in voller Mannschaftsstärke antreten. Der erste Vorsitzende der OSG, Patrick Bittner, und Mannschafsführer Sven Noppes werden jedoch in Bremen die Solidarität des Baden-Badener Clubs mit dem SV Werder Bremen sportlich dokumentieren und das Oos-Team ebenfalls um zwei Spieler reduzieren. Da solche Eingriffe jedoch eigentlich gegen die Turnierordnung verstoßen, bedarf es dafür der Rückendeckung durch den Vorstand der Schachbundesliga; die erfolgte umgehend durch eine punktuell gezielte, wie alle Beteiligten hoffen, nur einmalig nötige Änderung der Brettpunkteregelung, so dass Bremen theoretisch mit 3,5: 2,5 gewinnen könnte, was normalerweise ausgeschlossen ist.

Am kommenden Sonntag spielt die OSG dann gegen Mühlheim Nord, ganz normal an acht Brettern.

Alle Spiele werden live auf www.schachbundesliga.de übertragen, Samstag, d.5.2. 22 ab 14.15 Uhr, Sonntag ab.10.15 Uhr.

Außerdem viele weitere Informationen zum aktuellen Stand der Dinge auf der Website der Schachbundesliga.

Walter Siemon


28. November 2021

Auftaktsieg in der Frauenbundesliga

Motivation und Konzentration unter erschwerten Bedingungen – das Damenteam der OSG Baden-Baden hat es gut hinbekommen. Ein 4,5:1,5 Erstrundensieg gegen die Rodewischer Schachmiezen hat es unter Beweis gestellt. Denn natürlich war auch der Auftakt der neuen Saison der Frauenbundesliga Schach von unterschiedlichen Regelungen und Entscheidungen im Zuge der Coronapandemie überschattet. So mussten vier Mannschaften, die in Leipzig aufeinandertreffen sollten, ihre Wettkämpfe wegen der besonderen Lage in Sachsen auf einen späteren Zeitpunkt verschieben, die acht restlichen Teams sollten im baden-württembergischen Deisisau und schleswig-holsteinischen Harksheide gegeneinander antreten, aber der Aufsteiger aus Bad-Kissingen, „Kisschess“, sagte kurzfristig ab. Der Verein sah aus subjektiver Perspektive ein zu großes Infektionsrisiko. Auf diese Weise kamen Deizisau und die OSG Baden-Baden jeweils zu einem zu einem kampflosen 6:0 gegen Bad Kissingen und belegen zum Saisonstart die Plätze eins und zwei der Tabelle. OSG-Teamchef Thilo Gubler ist optimistisch, dass die Saison trotz Pandemie durchgezogen werden kann und möchte, zwei Jahre nach dem letzten Titelgewinn, erneut nach der Meisterschaft greifen.

Foto: Rebecca Doll (von Thilo Gubler)

Beim zuversichtlich stimmenden Auftakterfolg gegen Rodewisch stach ein Sieg besonders hervor: Der selbstbewusst erspielte Punkt der erst sechzehnjährigen deutschen Meisterin U16 Rebecca Doll, deren Leistungskennzahl noch nicht auf ein entsprechendes Niveau hinzuweisen schien, gegen Natalie Kanakova, mit dem Titel einer Internationalen Frauenmeisterin geschmückt und eigentlich zwei Klassen höher einzuschätzen.

Aber auch die deutsche Nr.1, Elisabeth Pähtz am ersten und Frauengroßmeisterin Josefine Heinemann am dritten Brett, setzten besondere Marken: Pähtz hat alle acht Partien, die sie saisonübergreifend für Baden-Baden gespielt hat, gewonnen, Heinemann erspielte mit ihrem Sieg bisher eindrucksvolle 24,5 Punkte aus insgesamt 26 Partien für die OSG Baden-Baden.

Einen vollen Punkt steuerte in der Auftaktrunde auch die Baden-Badener Internationale Meisterin Ketino Kachiani- Gersinska bei.

Weiter geht es mit der Frauenbundesliga Schach am 19. Februar 2022.

(Walter Siemon)


16. November 2021

4x 1. Platz für die OSG bei den Mittelbadischen Einzelmeisterschaften in Ötigheim 06.11.2021!

Terminknappheit und hohe Coronazahlen machten es schwer einen Ausrichter zu finden. Danke an Ötigheim, die kurzfristig eingesprungen sind. 27 Teilnehmer nahmen in allen drei Altersklassen teil. Sinnvolle Einzelturniere bei sieben Runden Schweizer System waren dadurch nicht möglich, so spielten alle Kinder und Jugendlichen in einem Turnier. Für die OSG nahmen insgesamt sieben Spieler und Spielerinnen teil, Daniel Schmitt, Moritz Bossert und David Stankovic bei der U18, Carlos Neves bei der U16, die Zwillinge Johannes und Julius Semling bei der U14 und Mery Nanthivarman bei der U16w.
In der ersten Runde konnten wir volle sieben Punkte holen, danach gab es in jeder weiteren Runde mindestens ein OSG-Duell. Nervenstark setzte sich Daniel Schmitt vorne fest und gab den 1. Platz nicht mehr ab. Erst in der letzten Runde „unterlief“ ihm ein Remis und mit 6,5 aus 7 sicherte er sich einen weiteren Titel als mittelbadischer Meister. Mit 5 aus 7 wurde Carlos Neves bei der U16 Meister und ebenfalls 5 aus 7 reichten Johannes Semling für den Sieg bei der U14 einen halben Punkt vor seinem Bruder, Julius belegte Rang zwei bei der U14. Somit stellten wir alle drei Meister bei den männlichen Teilnehmern, Mery sicherte dazu noch den Titel U16w. Insgesamt auch abseits der Titel noch ein klasse Turnier unserer Kinder. Alle sieben OSG Teilnehmer landeten in der ersten Hälfte unter den Top 13 von 27 und sechs von ihnen plazierten sich in den Top 9!
Hier einige Bilder und die Endtabelle

(Rolf Schlindwein)


2. November 2021

Bericht Jugendbundesliga

In der ersten Runde der neuen Saison am 23.10.2021 spielte unser Jugendbundesligateam gegen den SC Ostfildern 1, eine noch recht neue Mannschaft in dieser Klasse. Die Aufstellung und Motivation bei uns auf Top Niveau. Nominell galten wir als deutlicher Favorit, aber es ergaben sich doch einige spannende und interessante Partien.
Julius Semling gewann seine Partie als erster. Und mit knapperer Bedenkzeit ab etwa Zug 30 setzte sich dann nach und nach die größere Routine unsere Spieler und Spielerinnen durch. So holten Andrei Trifan und Daniel Schmitt an Brett 1+2 Siege und auch Katharina Schneider siegte an Brett 3. Johannes Semling und Carlos Neves gewannen ebenfalls und das ergab am Ende dann doch einen sehr klaren 6-0 Erfolg.
Ergebnisse: https://ergebnisse.svw.info/show/2021/2921/termin/
(David Stankovic)
(Bilder: Rolf Schlindwein+Archiv)


18. Oktober 2021

Der Bericht zur fünfzehnten Deutschen Meisterschaft

Deutscher Meister (von links): Sven Noppes, Michael Adams, Richard Rapport, Sergej Movsesian, Radoslaw Wojtaszek, Etienne Bacrot, Rustam Kasimdzhanov, Maxime Vachier-Lagrave, Yannick Gozzoli, Vadim Milov, Viswanathan Anand, Patrick Bittner.
(Foto Schachbundesliga.de)

Schachbundesliga: OSG Baden-Baden zum fünfzehnten Mal Deutscher Meister

Die Titelverteidigung gelang mit dem klaren Vorsprung von drei Mannschaftspunkten vor den überraschend starken Schachfreunden Deizisau.

Das Ergebnis sieht komfortabler aus als es in Wirklichkeit war. Die erschöpften Großmeister hatten eine so noch nie dagewesene Anstrengung hinter sich, darin waren sich Spieler wie Funktionäre einig. An vier Tagen waren sieben Runden zu absolvieren. Das bedeutete an drei Tagen Doppelrunden, also bis zu zehn Stunden höchste Konzentration am Schachbrett.

Nötig wurde dies wegen einer pandemiebedingten Unterbrechung des Spielbetriebs für achtzehn Monate.

Beim Abbruch im März 2020, durch Covid-19 erzwungen, hatte man beschlossen, für den Fall einer Besserung der Lage die Saison im Herbst 2021in einer zentralen Schlussveranstaltung in Berlin zu Ende zu spielen. Und so ist es geschehen. Vom 14.10. bis 17.10 hatten die Schachfreunde SF Berlin 1903 in ein großes Hotel eingeladen und das Schachfest organisiert. Dies ging nicht ohne die Unterstützung durch Sponsoren, unter anderen durch die Baden-Badener Grenke AG, die auch den Bundesligabetrieb der OSG und der Schachfreunde Deizisau ermöglicht.

Ausgangspunkt der Schlusskämpfe war der Tabellenstand bei Abbruch im März 2020. Und hier gab es zwei Spitzenreiter auf Augenhöhe: Den SV Hockenheim und die OSG Baden-Baden. Nur zwischen diesen beiden Clubs, so schien es, würde sich der Titelkampf entscheiden. Und genauso sah es in Berlin zunächst auch aus. Hockenheim und Baden-Baden marschierten fast parallel im Gleichschritt durch die Runden: OSG gegen Viernheim 5:3, Hockenheim gegen Hamburg ebenfalls 5:3. Baden-Baden ließ ein 7,5: 0,5 gegen Aachen folgen, Hockenheim ein 5,5:2,5 gegen Kiel, dann wieder ein 6:2 für beide Vereine: Die Kurstädter gegen Augsburg, die Rennstädter gegen Dresden. Wer anschließend die aus Baden-Badener Sicht höchst überraschende 3,5:4,5 Niederlage gegen den krassen Außenseiter FC Bayern München verfolgte, musste davon ausgehen, dass die Titelverteidigung für Baden-Baden nun deutlich erschwert sein würde. Aber auch Hockenheim verlor mit demselben Ergebnis gegen die Schachfreunde Berlin! Alles wieder im Gleichgewicht. In der folgenden Runde ließ eine volle Portion Glück die Anhänger der OSG zum ersten Mal tief durchatmen: Gegen die unerwartet starken Schachfreunde Deizisau hieß es an allen Brettern remis, bis auf eines, an dem von Exweltmeister Viswanathan Anand gegen den jungen Deizisauer Großmeister Andreas Heimann. Und nach vielen Fehlern – wie Anand selbst über seine Partie urteilte – hatte er Heimann schließlich doch niedergerungen. Hockenheim besiegte unterdessen Speyer-Schwegenheim 7,5:0,5, dasselbe Ergebnis, das später auch Baden-Baden gegen den rheinland-pfälzischen Verein erzielte. Und dann kam es zum Showdown zwischen Baden-Baden und Hockenheim. Nach Stunden zähen Ringens schien ein Unentschieden unausweichlich, was die Entscheidung noch einmal vertagt hätte. Während einer Saison der Schachbundesliga werden einige Tausend Züge über die Schachbretter geschoben – und dann kann ein einziger Zug die Vorentscheidung herbeiführen! Dem Gegner des Baden-Badener Spielers Etienne Bacrot, Rainer Buhmann, unterlief in einer nahezu ausgeglichenen Stellung, in der Bacrot den möglichen Sieg bereits ausgelassen hatte, ein kapitaler Bock. Seine Aufgabe ließ Hockenheims Niederlage nur noch als Formsache erscheinen. Dann jedoch fabrizierte auch ein Baden-Badener Spieler einen fetten Schnitzer: Radoslaw Wojtaszek verlängerte in einer plötzlich wackelig gewordenen Stellung unnötigerweise die Nervenschlacht. Als es „Radek“ durch geschickte Verteidigung aber gelang, die Partie in der Remisbreite zu halten, waren die Verhältnisse endgültig geklärt. Baden-Baden gegen Speyer war in der letzten Runde voraussehbar ein Spiel auf ein Tor, während Hockenheims Siegeswille gebrochen schien: auch gegen Deizisau setzte es zum Schluss noch ein 3:5, ein Rückfall auf Platz drei der Schlusstabelle.

Patrick Bittner, 1. Vorsitzender der OSG Baden-Baden hatte nur noch Worte der Erleichterung und der Freude nach überstandener Daueranspannung übrig. Auch OSG-Teamchef Sven Noppes‘ Kommentar zu Titel Nr. 15 enthielt schlichtweg nichts als pure Freude.

(Walter Siemon)


15. Oktober 2021

Spielbericht 5. Mannschaft Landesliga

Am Sonntag fand der 1. Spieltag der OSG V gegen Emmendingen 2 in der LA8 statt. Nach der Absage unserer Gegner bei der 4. Mannschaft, standen wir personell gut da. Stefan Doll und Alaa Khalil verstärkten die 5. Mannschaft und Mannschaftsführer Patrick Bittner und ich selbst konnten als spielfreie Edelfans das Team anfeuern.

Unsere Gegner hatten große Personalprobleme, so dass wir als klarer Favorit in den Kampf gingen. Besonders erfreulich war die Rückkehr einer „Legende aus der Vergangenheit“, mit dem Patrick, Thomas oder ich vor ca. 25-30 Jahren schon die Klingen kreuzten. Nach einer Ewigkeit wieder für Baden-Baden am Brett war Lars Balzer!

Hut ab vor Emmendingen 2, die den Kampf nicht abgesagt haben und irgendwie 8 Spieler ans Brett bekommen haben. Trotz nomineller Unterlegenheit wurde mutig dagegen gehalten und an vielen Brettern wurde lange gekämpft. Nach den Siegen von Katharina Schneider, Patrick Bruns und Toni Graf zeichnete sich aber ab, dass sich unsere Routine deutlich durchsetzen würde.

Am Ende sicherten weitere Siege von Stefan Doll, Lars Balzer, Thomas Bittner und Alaa Khalil einen 7:1 Sieg und einen sehr guten Start in die neue Saison! Die genauen Ergebnisse und Details finden Sie hier: https://bsv-ergebnisdienst.de/index.php?p1=0:ee:LLS1-21-1

Folgend einige Bilder
(Rolf Schlindwein)


11. Oktober 2021

Zentrale Endrunde der Schach-Bundesliga vom 14. bis 17. Oktober 2021 in Berlin

Die Schachbundesliga kehrt mit Hauptsponsor UKA am 14. Oktober 2021 in Berlin ans Brett zurück!
Unter dem Begriff einer „Hängepartie“ verstand man in vordigitalen Schachzeiten die kurzfristige Vertagung einer Schachpartie nach absolvierter Zeitkontrolle und ihre Wiederaufnahme nach einigen Stunden oder an einem der Folgetage. Ganze Schachturniere wurden in der Historie jedoch nicht vertagt. Erst die Coronaeinschränkungen des Jahres 2020 zwangen Organisatoren und Veranstalter von Schachevents zu „Hängepartien“ und erforderten gleichermaßen kreative wie sportliche Lösungen. Für die Deutsche Schachbundesliga bedeutete der Lockdown im März 2020, nach rund der Hälfte der Saison, nur einen vorläufigen Abbruch des im Herbst 2019 begonnenen Mannschaftswettbewerbs. Die Vereine der Bundesliga sind sich einig: The show must go on!
Das Event:
Vom 14. bis zum 17. Oktober 2021 wird die „Hängepartie“ aus der Saison 2019/2020 endlich beendet! In guter Tradition organisieren die Schachfreunde Berlin 1903, in Zusammenarbeit mit dem Schachbundesliga e.V. und dem Hauptsponsor UKA, die restlichen sieben Runden der unterbrochenen Saison im Rahmen einer zentralen Bundesligaendrunde in der deutschen Hauptstadt.
Veranstaltungsort ist das Hotel Maritim proArte (Friedrichstraße 151 / Dorotheenstraße 65, 10117 Berlin) in bester Citylage.
Die Runden werden an folgenden Tagen gespielt:
Donnerstag, 14. Oktober 2021: 10 Uhr und 17 Uhr
Freitag, 15. Oktober 2021: 10 Uhr und 17 Uhr
Samstag, 16. Oktober 2021: 10 Uhr und 17 Uhr
Sonntag, 17. Oktober 2021: 10 Uhr

Für Spannung ist bis zur letzten Runde gesorgt: Nach der Saisonhalbzeit liefern sich bislang die beiden Mitfavoriten um den Meistertitel aus Baden-Baden und Hockenheim ein Kopf-an-Kopf-Rennen und stehen verlustpunktfrei geteilt an der Tabellenspitze. In der 14. Runde könnte es am 16.10.2021 zum Showdown kommen, wenn sich die beiden Teams unmittelbar gegenüberstehen. Aber auch um die weiteren Plätze und den Klassenerhalt werden spannende und hochkarätige Duelle zwischen den aus acht Spielern bestehenden Teams erwartet. An den Brettern werden zahlreiche nationale und internationale Topspieler erwartet,unter denen womöglich auch ehemalige Schachweltmeister anzutreffen sein könnten! Für Zuschauer und Schlachtenbummler Alle Wettkämpfe werden von UKA gesponsert und von internationalen Schachmeistern kommentiert und über www.chess24.com sowie andere Internetplattformen live zu sehen sein. Aufgrund der aktuell geltenden Corona-Regeln wird die Zuschauerpräsenz vor Ort leider nur mit erheblichen Einschränkungen und unter strikter Einhaltung der Hygienemaßnahmen möglich sein. Einzelheiten werden hierzu noch auf der Homepage der Veranstaltung unter:
www.schach2021.berlin veröffentlicht.
Die Sponsoren:
Für die gute und bewährte Unterstützung danken die Schachfreunde Berlin dem Hauptsponsor und Energieparkentwickler UKA Umweltgerechte Kraftanlagen GmbH & Co. KG. UKA plant, baut, betreut und betreibt Wind- und Solarparks sowie die dazugehörige Infrastruktur. Das 1999 gegründete Unternehmen ist mit rund 60 ans Netz gebrachten Energieparks und einer internationalen Projektpipeline von vier Gigawatt einer der führenden deutschen Entwickler.
Gleichermaßen gilt der Dank der GRENKE AG als langjährigen Partner und CoSponsor sowie d-fine, unter deren Schirmherrschaft im Hotel Maritim proArte am 16.10.2021 um 12.30 die 2. Offene Berliner Hochschul-Schnellschachmeisterschaft und am 17.10.2021 um 9.30 Uhr die 1. Offene Berliner Betriebsschachmeisterschaft stattfinden werden.