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19. Mai 2019

Finale Deutscher Mannschaftspokal: OSG unterliegt Bad Emstal/Wolfhagen mit 1,5:2,5

Es hat leider nicht gereicht zum “Double”. Im Finale um den Deutschen Mannschaftspokal 2019 unterlag unser Team heute gegen Gastgeber Bad Emstal/Wolfhagen mit 1,5:2,5. Als Teamchef vor Ort muß ich aber ganz ehrlich sagen, dass die Niederlage verdient war. Natürlich war es längere Zeit nicht absehbar, aber nach ca. 3 Stunden beschlich mich ein ungutes Gefühl  beim Betrachten der Stellungen. Sergej Movsesian remisierte mit weiß schnell gegen Alexander Riazantsev. Jan Gustafsson an Brett 4 stand etwas gedrückt in der Öffnung, konnte aber seine Stellung immer weiter verbessern und sein Gegner Vladimir Onischuk verlor in Zeitnot den Faden und Jan gewann. Zuvor wurden aber die Stellungen von Arkadij Naiditsch gegen Pavel Ponkratov und Michael Adams gegen Yuriy Kuzubov immer schlechter. Arkadij sagte mir nach der Partie, daß er die Niederlage von Michael kommen sah und deswegen (wegen Berliner Wertung) auf Sieg spielen musste. Dabei übersah er leider ein sehr starkes Qualitätsopfer seines Gegners und die Partie ging verloren. Arkadij ist ein Kämpfer, der sich immer in den Dienst der Mannschaft stellt! Bei Michael ging heute irgendwie alles schief. Er überliess seinem Gegner den Damenflügel und ich erwartete ständig seinen Köningsflügelangriff mit g4, der aber erst kam als es zu spät war. Trotz der Niederlage Gratulation an mein Team und nächstes Jahr greifen wir wieder an. Ein zweiter Platz ist wahrlich keine Schande. Nicht zu vergessen, dass die Saison sowieso fantastisch war mit dem Gewinn des 13. Meistertitel in der Schachbundesliga!

Auch für uns wachsen die Bäume nicht in den Himmel und somit gratulieren wir herzlich Bad Emstal/Wolfhagen zum Gewinn des Deutschen Mannschaftspokals 2019!

Im Spiel um Platz 3 gewann der SK Zehlendorf mit 3:1 gegen den “Sensationsendrundenteilnehmer”, den Greifswalder SV. Jedes Jahr wieder lerne ich bei den Zwischen- und Endrunden neue Teams mit deren Vorständen und Betreuern kennen und der Austausch mit ihnen ist jedesmal interessant und sehr symphatisch. In diesem Fall die Teams aus Zehlendorf und Greifswald, die Emstäler kannte ich ja bereits vom Vorjahr von der Zwischenrunde.

Noch ein Wort zu den Spielbedingungen: Wie letztes Jahr spielten wir im Gemeinderaum der Katholische Kirche St. Maria in Wolfhagen, was völlig in Ordnung war und wir und alle Mannschaften wurden vom Gastgeber sehr gut versorgt. Danke an den Verein und Sponsor Josef Resch. Was ich vermisst habe waren Plakate draussen, die die Veranstaltung ankündigten um damit den ein oder anderen Zuschauer ins Spiellokal zu locken. Und leider gab es keine Namensschildern an den Brettern. Die reibungslose Live-Übertragung der Partien über chess24.com ins Internet lag in den bewährten Händen von Oliver Köller. Im Gegensatz zum letzten Jahr war der DSB dieses Mal stark vertreten. Der Pokalleiter des DSB, Thomas Wiedmann, leitete als Schiedsrichter das Wochenende souverän und ohne Zwischenfälle. Am Samstag begrüßte der Vizepräsident Sport, Klaus Deventer, alle Spieler und Zuschauer und heute nahm sich der Präsident des DSB, Ullrich Krause, die Zeit, stundenlang vor Ort zu sein und die Siegerehrung durchzuführen. Für mich ein sehr gutes Zeichen des DSB!

Meiner Meinung nach müssen wir gemeinsam unsere Veranstaltungen und Vereine stärken, toll präsentieren und voranbringen im Sinne unseres geliebten Schach-Sports. Um diese und viel mehr Punkte  (Kinder, Jugend, Senioren, Amateure, Spitze…) sollte es gehen. Bildergalerie des Wochenendes folgt.
(Patrick Bittner)